Porträt Franz Baumann

Franz wurde 1948 in Erstfeld geboren. Erstfeld war damals das Eisenbahnerdorf. Mit

sechszehn besuchte er die Verkehrsschule in Luzern. Nach der Lehre folgten Lehr- und Wanderjahre in Chiasso und Neuenburg. Während vierzig Jahren engagierte er sich in

diversen Sparten bei der Post, zuletzt als Chef im Briefzentrum Luzern. Der Vater war schon Eisenbahner und Gewerkschafter und solidarisierte sich mit den italienischen Gastarbeitern. Seit 1976 ist Franz Mitglied in der SP Luzern, dabei setzt er sich für gewerkschaftliche Anliegen und der linken Politik auseinander. 1978 zog er nach Kriens und bald war er im SP Parteivorstand. Von 1983 bis 1993 war er Mitglied in der Schulpflege. In den Einwohnerrat wurde er 1987 gewählt. Während rund zwanzig Jahren engagierte er sich in der Baukommission, neben der Erfüllung anderer Aufgaben.  Zu Hause studierte er intensiv die Dossiers – die Familie kam dabei aber nicht zu kurz. Als Gewerkschafter galt sein Augenmerk der Arbeiterschaft. In Eigeninitiative wird 1993 der Verein Telebus (www.telebus.ch) in Kriens gegründet. Als treibende Kraft ist er bis heute dessen Präsident und fährt stets seine Einsätze. Die heutige Politikverdrossenheit ortet er u.a. in der Zerstreuung durch die Informationsflut der sozialen Medien, der Komplexität und Langwierigkeit der politischen Prozesse. Franz betont in seinen Statements: „Für mich ist der oft langwierige und langweilige Rechtsstaat, der sich an Verfassung und Gesetzen orientiert, wichtiger als schnelle, oft willkürliche Entscheide“. Die Frage, was die SP Kriens gut macht, beantwortet er so: „Sie ist die linke Bewegung, die versucht, echte Probleme zu lösen und sie geht Kompromisse ein, die auch schmerzen“. Und er fügt bei: „Viele Mitglieder formen mit ihrer Hintergrundarbeit eine starke Partei.“ Franz wird deutlich, wenn er folgenden Mangel erläutert: „Es gibt in der Gemeinde zu wenig Mittel für soziale Aufgaben, verursacht durch die Steuersenkungen“. Wir danken Franz Baumann für dieses informative Gespräch und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute.

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