SP Kriens fordert stärkere regionale Zusammenarbeit in der Jugendarbeit und vernetzte Quartierarbeit
Die SP Kriens zeigt sich mit der Beantwortung des Postulats zur verstärkten interkommunalen Zusammenarbeit in der Jugendarbeit im öffentlichen Raum nur teilweise zufrieden. Zwar anerkennt sie die engagierte und qualitativ hochwertige Arbeit der Krienser Jugendarbeit, sieht jedoch beim Schutz von Jugendlichen im regionalen öffentlichen Raum weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Auch die kommunale Quartierarbeit soll professionalisiert werden.

Aus Sicht der SP bewegen sich Jugendliche längst über Gemeindegrenzen hinweg. Herausforderungen wie der Umgang mit der offenen Drogenszene oder der Konsum neuer psychoaktiver Substanzen könnten deshalb nicht von einzelnen Gemeinden allein gelöst werden. Die Partei fordert eine verbindlichere regionale Zusammenarbeit der K5-Gemeinden sowie eine aktivere Rolle der Stadt Kriens.
Kritisiert wird insbesondere, dass der Bericht des Stadtrats nur wenig konkrete Aussagen zu den Prüfaufträgen enthalte. Offen bleibe etwa, wie die interkommunale Zusammenarbeit tatsächlich organisiert ist und welche Massnahmen gemeinsam geplant werden. Zudem weist die SP darauf hin, dass die personellen Ressourcen der Jugendarbeit bereits heute ausgeschöpft seien und künftig ausgebaut werden müssten.
Die SP erwartet, dass die Entwicklungen in der regionalen Jugendarbeit weiterverfolgt und regelmässig berichtet werden. Sie hofft, dass Kriens künftig eine aktivere Rolle bei der Prävention und beim Schutz von Jugendlichen im öffentlichen Raum übernimmt.
SP Kriens verlangt professionelle Koordination der Quartierarbeit
Die SP Kriens begrüsst, dass der Stadtrat die gesellschaftliche Bedeutung der Quartier- und Nachbarschaftsarbeit anerkennt. Mit der Antwort auf die Interpellation zur Professionalisierung dieses Bereichs zeigt sich die Partei jedoch nicht zufrieden.
Positiv bewertet die SP die zahlreichen bestehenden Projekte sowie das Engagement von Quartiervereinen, Kirchen und weiteren Organisationen. Gleichzeitig fehle aus ihrer Sicht eine übergeordnete Koordination. Ohne eine zentrale Ansprechstelle bestehe die Gefahr, dass wertvolle Ressourcen und freiwilliges Engagement nicht optimal genutzt würden.
Die SP ist überzeugt, dass eine koordinierende Fachstelle notwendig ist, um die Quartierentwicklung strategisch zu begleiten, verschiedene Akteure zu vernetzen und auch Investoren bei der Entwicklung neuer Quartiere einzubeziehen. Entgegen der Haltung des Stadtrats sieht sie die Zuständigkeit dafür bei den Präsidialdiensten, deren Leistungsauftrag bereits heute Aufgaben der Quartierentwicklung und der strategischen Stadtentwicklung umfasst.
Die Partei kritisiert zudem, dass eine entsprechende Stelle aufgehoben wurde und stattdessen bei Bedarf externes Fachwissen beigezogen werden soll. Für eine nachhaltige Quartier- und Nachbarschaftsarbeit brauche es jedoch Kontinuität, institutionelles Wissen und eine langfristige Koordination.
Die SP kündigt an, das Thema weiterzuverfolgen und sich bei Bedarf mit weiteren politischen Vorstössen für eine professionelle Quartierentwicklung einzusetzen.

Edith Kaufmann Limacher, SP-Einwohnerrätin
