Sichere Veloumleitungen auch während Baustellen
Baustellen gehören zum Stadtbild von Kriens. Sie dürfen aber nicht dazu führen, dass Velofahrende plötzlich vor einer unklaren oder gefährlichen Umleitung stehen. Die SP Kriens will deshalb wissen, wie die Stadt bei Baustellen für eine sichere, durchgängige und verständliche Führung des Veloverkehrs sorgt.
Entlang wichtiger Velorouten kommt es immer wieder zu Baustellen. Zwar gibt es für solche Situationen entsprechende Signalisationsvorgaben. In der Praxis werden Sperrungen oder Umleitungen jedoch teilweise erst unmittelbar vor der Baustelle angekündigt. Für Velofahrende ist dann nicht immer klar, wie die Fahrt weitergeht. Im ungünstigsten Fall endet die Umleitung an einem Hindernis und man muss umkehren. Teilweise führen Umleitungen auch über Schotter oder andere schlecht befahrbare Flächen.

Das ist insbesondere für Menschen problematisch, die mit Kindern, einem Cargo-Bike oder einem Veloanhänger unterwegs sind. Auch ältere Velofahrende oder Personen mit E-Bikes haben andere Anforderungen an eine sichere und gut befahrbare Route. Eine Veloumleitung sollte deshalb nicht nur formal signalisiert sein, sondern tatsächlich funktionieren.
Frühzeitig informieren und sicher führen
Die SP Kriens möchte vom Stadtrat wissen, welche Vorgaben für die Führung und Signalisation von Veloverbindungen bei Baustellen gelten und wer deren Umsetzung kontrolliert. Besonders wichtig ist dabei die Frage, ob Umleitungen frühzeitig angekündigt, durchgehend nachvollziehbar und auch für Ortsunkundige verständlich sind.
Ebenso soll geklärt werden, welche Anforderungen an die Sicherheit und Befahrbarkeit von Veloumleitungen gestellt werden. Schotter, ungeeignete Baustellenflächen oder andere schlecht befahrbare Wege dürfen nicht einfach als Ersatz für eine reguläre Veloverbindung dienen. Wo eine geeignete Umfahrungsroute fehlt, braucht es ebenfalls eine sichere Lösung für den Veloverkehr.
Umleitungen müssen auch über längere Bauphasen funktionieren
Bei länger dauernden Baustellen verändert sich die Situation laufend. Deshalb reicht es nicht, die Signalisation einmal zu überprüfen. Die SP Kriens fragt, wie während längerer Bauphasen kontrolliert wird, ob die Wegführung weiterhin sicher und verständlich ist und ob sie bei Bedarf angepasst wird. Zudem soll geprüft werden, ob Kriens einen verbindlichen Standard für Veloumleitungen bei Baustellen einführen oder bestehende Vorgaben verbessern soll.

Dabei darf der Veloverkehr nicht nur bei städtischen Baustellen berücksichtigt werden. Auch bei Bauvorhaben von Privaten oder des Kantons soll die Stadt sicherstellen, dass die Interessen des Veloverkehrs frühzeitig eingebracht und tragfähige Lösungen gefunden werden.
Unser Ziel ist klar: Wer in Kriens Velo fährt, soll auch während einer Baustelle sicher, direkt und verständlich ans Ziel kommen. Gute Veloumleitungen sind deshalb kein Luxus, sondern ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Veloinfrastruktur.

Bettina Gomer-Beacco
SP Stadtparlamentarierin
