Wohnungsnot bleibt drastisch
Die Wohnungsnot in Kriens ist seit Jahren deutlich spürbar. Die Leerwohnungsziffer liegt nach wie vor weit unter einem Prozent. Für viele Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen wird es dadurch immer schwieriger, in Kriens noch eine bezahlbare Wohnung zu finden. Gerade Familien, die gerne in Kriens bleiben würden, geraten zunehmend unter Druck.

Ober Sackweid zeigt: Gemeinnütziger Wohnraum funktioniert
Das Stadtparlament befürwortet die Teilzonenplanänderung einstimmig. Nun steht es fest: Auf dem Land der ehemaligen Talmudschule entsteht Wohnraum mit zwei Drittel gemeinnützigem Wohnungsanteil. Trotz anfänglicher Skepsis haben sich sogleich interessierte Realisatorinnen gemeldet. Gemeinnütziger Wohnraum funktioniert also nicht nur in der Theorie, sondern kann in der Praxis – selbst bei einem hohen Anteil – problemlos umgesetzt werden.
Wichtiger Schritt, aber keine Lösung
Ob wir in Kriens mehr gemeinnützige Wohnraum schaffen ist letztlich nur eine Frage des politischen Willens: Ist das Stadtparlament wirklich bereit, dieses dringende Bevölkerungsanliegen anzugehen oder fehlt ihm letztlich der Mut, sich ernsthaft für die Krienser Mieter und Miteterinne einzusetzen?
Ein einzelnes Projekt wird die Wohnungsnot nicht lösen. Die SP appelliert deswegen an alle Krienser Parteien, sich konsequent und nachhaltig für mehr gemeinnützigen Wohnraum einzusetzen.
Wohninitiative verlangt konsequentes Handeln
Gerade im Zusammenhang mit der Krienser Wohninitiative zeigt sich, dass Kriens ein langfristiges und koordiniertes Vorgehen braucht. Zudem dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass gemeinnütziger Wohnraum nicht automatisch auch preisgünstig ist, erst langfristig sinken die Mieten unter die marktüblichen Preise. Gerade bei der Ausarbeitung des Gegenvorschlags zur Wohninitiative ist es darum entscheidend, dass wir auch Massnahmen ergreifen, die zeitnah Wirkung zeigen.
Für die SP Kriens ist deshalb klar: Der Erhalt und Ausbau von bezahlbarem Wohnraum muss weiterhin eine Priorität der Krienser Politik bleiben.

Für die Fraktion: Nuria Montero, Einwohnerrätin
