Stellungnahme zur Interpellation „Mietzinsbeihilfe für EL-Beziehende“
Der Einwohnerrat hat die Interpellation zur Einführung von Mietzinsbeihilfen für EL-Beziehende in Kriens behandelt. Für die SP Kriens ist klar: Steigende Mieten bringen besonders ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen zunehmend unter Druck — auch dann, wenn sie Ergänzungsleistungen beziehen.

Das Problem ist dringend
Die Antworten des Stadtrats zeigen deutlich, dass in Kriens bereits heute über 100 EL-Haushalte Mietkosten tragen, die über den anerkannten Limiten liegen. Für die Betroffenen bedeutet dies, dass sie die Differenz aus ihrem ohnehin knappen Lebensbudget finanzieren müssen. Für die Stadt hingegen handelt es sich um eine vergleichsweise überschaubare Summe.
Gleichzeitig wird deutlich: Wenn Menschen ihre Wohnung nicht mehr halten können, drohen deutlich höhere Folgekosten — etwa durch Sozialhilfe oder einen vorzeitigen Heimeintritt. Ein Verbleib in der eigenen Wohnung ist nicht nur sozialpolitisch wünschenswert, sondern auch finanziell sinnvoll.
Das Beispiel anderer Gemeinden zeigt zudem, dass Mietzinsbeihilfen ein zielgerichtetes und administrativ schlankes Instrument sein können, um genau solche Situationen abzufedern.
Stadtrat stellt sich quer
Die SP Kriens bedauert deshalb die zurückhaltende Haltung des Stadtrats. Wir sind überzeugt, dass die Stadt diese Entwicklung aktiv beobachten und bei Bedarf handeln sollte, statt die Option vorschnell auszuschliessen. Angesichts steigender Wohnkosten, einer alternden Bevölkerung und anstehender Veränderungen im Wohnungsangebot braucht es vorausschauende sozialpolitische Lösungen.
Für die SP Kriens ist klar: Wer sein Leben lang in Kriens gelebt hat, soll sich auch als AHV- oder IV-Rentner*in das Wohnen hier leisten können.

Kathrin Gut, Einwohnerrätin
