Abschlussrede Einwohnerratspräsident Raphael Spörri

Geschätzte Anwesende Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte, Gemeinderäte, Gäste und Interessierte

Nun gilt es die Verantwortung abzugeben und in neue Hände zu überreichen. Ich tue dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen fällt eine zeitliche Belastung weg welche vor allem meine Familie zu spüren bekam und das eine oder andere mal belastend war. Zum andern werde ich jedoch das Führen und Leiten, sowie das organisieren der jeweiligen Einwohnerrats Sitzungen vermissen. Es war schön zu sehen, dass manchmal trotz etwas Ungewissheit die Geschäfte korrekt und sauber abgeschlossen werden konnten.

Ich durfte in der Zeit meines Amtes viele Vereine und Organisationen in Kriens kennen und schätzen lernen. Dabei konnte ich feststellen, dass meine Besuche jeweils gerngesehen wurden und ich so etwas Wertschätzung gegenüber den Verantwortlichen und ihrem Engagement überreichen konnte. Natürlich war dies zeitintensiv, ich habe mich aber ganz bewusst und mit Freude darauf eingelassen. Somit hat das eine wie das andere nur positives und es fällt mir schwer diese gewonnene Kontakte und Verantwortungen loszulassen.

Normalerweise habe ich die Sitzungen mit einem Zitat begonnen.

Heute will ich dies unterlassen. Gilt es doch viel Dank auszusprechen.

  • Vor allem gilt da der Dank an meine Frau und meine Familie. Sie mussten jeweils meine Abwesenheiten ertragen und sich gegenüber kurzfristigen Einladungen flexibel zeigen. Ganz herzlichen Dank!
  • Darf ich nun Mona meine Tochter bitten meiner Frau Judith einen Blumenstrauss für die nicht ganz einfache Zeit zu überreichen
  • Ein weiterer Dank geht an meine Fraktionskollegin und Kollegen. Sie mussten in dieser Zeit auch noch meine Arbeit übernehmen. Und dies wissen wir alle, ist bei der Menge an Vorstössen zeitintensiv und aufreibend.
  • Danken möchte ich aber auch euch, dem ganzen Einwohnerrat. Dank eurem Einsatz, eurer Arbeit, und eurem Engagement konnten in Kriens wichtige Entscheide getroffen werden. Entscheide die Kriens in eine hoffnungsvolle Zukunft führen.

Wir alle sind von der Bevölkerung gewählt. Wir alle wollen für unser Stimmvolk, ja für ganz Kriens das Beste. Und genau dieses Beste liegt oft in einem Kompromiss. Einmal gewinnt diese Seite, ein ander mal die andere, aber nur gemeinsam können wir alle Krienserinnen und Krienser in diese Zukunft begleiten. Ich wurde einmal gefragt ob ich zum Abschluss meines Amtes noch einen Wunsch ans Parlament hätte. Ich gab zur Antwort, ja das hätte ich. Redet weiter miteinander sprecht die Probleme an, diskutiert diese und hört aufeinander aber findet immer gemeinsam eine Lösung. Dies bedeutet auch einmal einen Schritt zurück zu machen um im Sinne der Sache zu dienen.

Solange man miteinander redet besteht Hoffnung auf eine gute und gemeinsame Lösung

  • Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Unterstützung von Guido Solari und seinem Team.  Standen sie doch jederzeit mit Rat und Tat zu Verfügung und ermöglichten auch ab und zu einen Sonderwunsch.

Wenn es euch aufgefallen ist, muss die Energie die dabei gebraucht wurde doch beträchtlich sein. Denn oft wurde während den Sitzungen ein bis zwei grosse Schachteln Süßes verzehrt. Um auch für den neuen Präsidenten genug Energie zu haben, habe für euch etwas Nachschub besorgt.

  • Und zu guter Letzt möchte ich einen grossen Dank dem Krienser Volk aussprechen.

Es hat wie bereits zu Anfang betont uns gewählt. Sicher mit gewissen Erwartungen und Vorgaben. Diese sind manchmal aber nicht ganz einfach umzusetzen, da gerade im Parlament eben viele Meinungen zu einem Thema zusammenkommen. Und jede Lösung die beschlossen wurde, vielleicht nur noch einen kleinen Teil den Erwartungen entspricht die der Einwohner erwartet hat. In diesem Sinne danke ich dem Krienser Volk für die Geduld und das Verständnis welches es dem Parlament entgegenbringt.

Als Ziel hatte ich mir am 3. September 2016 vorgenommen Brückenbauer zu sein. Brückenbauer unter verschiedenen Parteien und Meinungen. Dies habe ich, so meine Wahrnehmung, sicher zu einem Teil erreicht. Es besteht aber erst der erste Pfeiler dieser Brücke und ums an andere Ufer zu kommen ist weitere Zusammenarbeit wichtig.

Das zweite Ziel war die Kluft zwischen der Bevölkerung und der Politik etwas zu zuschütten. Dieser Erfolg scheint mir bis heute etwas verwehrt geblieben zu sein. Das Ziel soll aber mit meinem Abdrehten nicht abgeschrieben sein. Nein, viel eher gebe ich es an meinen Nachfolger weiter, und hoffe, dass er mit Engagement aber auch Zuversicht und Beharrlichkeit daran arbeiten wird. Ich bin überzeugt, dass er diesem Ziel wieder ein Stück näher kommt.

Lieber Rolf, ich wünsche dir alles Gute und viel Freude im kommenden Jahr.

Nun gilt es wieder etwas weiter unten Platz zu nehmen und schliesse mit den Worten von Polo Hofer:

„schön esch es gsy, tschou zäme!“

 

Raphael Spörri

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