Endlich ist der Stadtpark am Grabenhof finanziert!
In der intensiven Diskussion um den Bebauungsplan der Pilatusarena und den beiden Hochhäusern auf dem gleichen Grundstück wurde bereits 2019 sichtbar, dass die Verdichtung in diesem Projekt sehr hoch ist. Auf 12’000 Quadratmetern Grundstückfläche wurden insgesamt 60’000 Quadratmeter nutzbare Fläche gebaut. Gleichzeitig wurde aber auch festgestellt, dass es zum Ausgleich passende Grün- und Spielplatzflächen braucht. Das Areal am Grabenhof in unmittelbarer Nähe zum Mattenhof hat sich rasch als geeignete Fläche erwiesen – und so wurde das Projekt Stadtpark am Grabenhof gestartet.

An der Sitzung des Stadtparlaments vom 24. September 2026 wurde nun die Finanzierung des neuen Stadtparks am Grabenhof gesichert. Dass das Projekt in knapp zwei Jahren bis zur Baureife entwickelt werden konnte, ist der sehr intensiven Zusammenarbeit der verschiedenen Departemente unter der Leitung der Präsidialdienste zu verdanken. Damit konnte ein wichtiges Projekt der Stadtentwicklung einen entscheidenden Schritt vorangebracht werden.
Damit die hohe Qualität des Stadtparks gesichert werden konnte, wurde ein Wettbewerbsverfahren mit mehr als 30 Projekteingaben durchgeführt. So konnten mit dem Siegerprojekt alle Aspekte vom Generationenprojekt über die Ökologie bis hin zur Sicherheit der Besuchenden im Park stimmig in ein Gesamtprojekt integriert werden. Bestandteil des Wettbewerbs war auch ein Kostendach für die Realisierung. Im Vergleich zu den am Mattenhof verbauten über 200 Millionen Franken wirkt das Kostendach von ursprünglich knapp 7,44 Millionen Franken fürs Siegerprojekt sehr vernünftig. Gleichzeitig wird das Projekt – wie auch die Hochhausentwicklung – den Siedlungsraum Luzern-Süd langfristig prägen.
Leider wurde das Siegerprojekt dann bereits vom Stadtrat ausgedünnt. So wurde unter anderem festgelegt, dass statt 300 Bäumen nur 150 Bäume gepflanzt werden sollen. Insgesamt wurde damit das Kostendach von 7,44 auf 6,33 Millionen Franken reduziert. Trotz langer Debatten wurden alle Anträge für eine Erhöhung der Anzahl Bäume von Mitte, FDP und SVP abgelehnt. Anträge, die Zahl der Bäume wieder zu erhöhen, fanden im Parlament keine Mehrheit.
Aus unserer Sicht wäre eine grössere Zahl von Bäumen insbesondere mit Blick auf die zunehmenden sommerlichen Hitzebelastungen sinnvoll gewesen. Bäume leisten nicht nur einen Beitrag zur Beschattung, sondern auch zum Wasserhaushalt und damit zur langfristigen Kühlwirkung eines Parks. Der Stadtpark soll dereinst eine ähnliche Bedeutung für das Quartier entwickeln können wie ein Bellpark oder das Eichwäldli am Freigleis. Mit der nun gesicherten Finanzierung ist ein wichtiger Schritt geschafft. Entscheidend wird sein, dass die Qualität des Projekts auch bei der weiteren Umsetzung erhalten bleibt und der Stadtpark seine Funktion als attraktiver, ökologisch wertvoller und klimaangepasster Freiraum tatsächlich erfüllen kann.

Für die Fraktion
Michael Portmann, SP-Stadtparlamentarier
